Einführung in die Prüfung der Hydrolysebeständigkeit von Glasbehältern

Die Prüfung der Hydrolysebeständigkeit von Glasbehältern ist eine entscheidende Prüfung zur Bestimmung der chemischen Beständigkeit von Glas bei Kontakt mit Wasser oder wässrigen Lösungen. Bei dieser Prüfung wird die Widerstandsfähigkeit von Glas gegen Zersetzung oder Auflösung gemessen – ein entscheidender Faktor für die Sicherheit und Langlebigkeit von Glasverpackungen, insbesondere in der Pharma-, Lebensmittel- und Medizinbranche.

Erläuterung der Prüfung der Hydrolysebeständigkeit von Glasbehältern nach ISO 719 und ISO 720

Was versteht man unter Hydrolysebeständigkeit?

Unter Hydrolysebeständigkeit versteht man die Fähigkeit des Glases, chemischen Einflüssen standzuhalten, wenn es mit Wasser in Kontakt kommt, insbesondere bei Erwärmung auf bestimmte Temperaturen. Glasbehälter, die in der Medizin- oder Lebensmittelindustrie verwendet werden, müssen Prüfungen zur Hydrolysebeständigkeit bestehen, um sicherzustellen, dass sie bei längerem Kontakt mit Wasser keine schädlichen Substanzen freisetzen.

ISO 719: Hydrolysebeständigkeit von Glaskörnern bei 98 °C

ISO 719 ist die Norm, die das Prüfverfahren für die Hydrolysebeständigkeit von Glaskörnern bei 98 °C. Dieses Verfahren eignet sich ideal zum Prüfen von weniger widerstandsfähigen Gläsern, wie beispielsweise Kalk-Natron-Glas. Bei der Prüfung werden Glaskörner (einer bestimmten Größe) 60 Minuten lang mit destilliertem Wasser bei 98 °C extrahiert; anschließend wird die Freisetzung von Alkali-Ionen (hauptsächlich Natrium) aus dem Glas analysiert.

Die Ergebnisse dienen dazu, das Glas anhand seiner Hydrolysebeständigkeit einzustufen. Für Gläser mit höherer Beständigkeit, wie beispielsweise Borosilikatglas, ist möglicherweise ein anderes Prüfverfahren erforderlich, wie in der Norm ISO 720 beschrieben.

ISO 720: Hydrolysebeständigkeit von Glaskörnern bei 121 °C

ISO 720 ist ein ähnliches Prüfverfahren, das jedoch bei einer höheren Temperatur von 121 °C. Dieser Test eignet sich eher für widerstandsfähige Glasarten, wie beispielsweise Borosilikatglas, das aufgrund seiner Langlebigkeit häufig für medizinische und pharmazeutische Verpackungen verwendet wird. Das Verfahren umfasst einen ähnlichen Extraktionsprozess, unterscheidet sich jedoch hinsichtlich der Temperatur, der Dauer und der Menge des zu prüfenden Glases.

Bedeutung der Prüfung der Hydrolysebeständigkeit

Die Prüfung der Hydrolysebeständigkeit ist wichtig, da sie Herstellern und Fachleuten der Qualitätskontrolle dabei hilft, sicherzustellen, dass das in Verpackungen verwendete Glas nicht mit dem Inhalt in Wechselwirkung tritt. Jede Art von Zersetzung könnte möglicherweise die Unversehrtheit von Arzneimitteln oder Lebensmitteln beeinträchtigen und zu Sicherheitsbedenken sowie behördlichen Problemen führen.

Geräte zur Prüfung der Hydrolysebeständigkeit

Zur Standardprüfausrüstung für die Hydrolysebeständigkeit gehören Waagen, Büretten, Pipetten und spezielles Glasgeschirr, darunter auch Autoklaven, um die für genaue Ergebnisse erforderlichen Bedingungen präzise aufrechtzuerhalten. Geräte wie Glas-Kornprobenehmer GHR-01A von Cell Instruments sind so konzipiert, dass sie diese Normen erfüllen und die ordnungsgemäße Handhabung der Glasproben während der Prüfung gewährleisten.

Die Prüfung der Hydrolysebeständigkeit von Glasbehältern ist ein unverzichtbares Verfahren zur Bestimmung der chemischen Beständigkeit von Glas. Die Kenntnis der Normen ISO 719 und ISO 720 hilft Herstellern dabei, sicherzustellen, dass ihre Produkte sicher sind und den Branchenvorschriften entsprechen. Durch den Einsatz zuverlässiger Prüfgeräte, wie beispielsweise Glas-Kornprobenehmer GHR-01A von Cell Instruments, können Unternehmen die Qualität und Unversehrtheit ihrer Glasverpackungsmaterialien gewährleisten.

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